Frequ. Asked Questions

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Erstmalig und endgültig durchgefallen - was heißt das?

Das kann bei der Grundlagen- und Orientierungsprüfung (GOP), bei Vordiplom- oder Diplomprüfungen oder auch bei einem Bachelor-, Master-, Diplom- oder Lehramtsstudium passieren. 

Es werden jeweils Fristen angegeben (beim Bachelor-Studium z.B. acht Semester) bis zu denen der Studiengang erfolgreich absolviert sein muss. Gelingt dies nicht, so gilt der Studiengang als erstmalig  nicht bestanden, erhält eine Rechtsbelehrung und ein weiteres Semester, um den Studiengang zu beenden. Gelingt auch dies nicht, so hat man endgültig nicht bestanden.

Analog gilt dies für die GOP oder andere Kontrollprüfungen in einem Bachelorstudiengang oder für eine Vordiplom- oder Diplomprüfung.

Achtung: hier wird nicht von Teilmodulprüfungen gesprochen.

Welche maximalen Studienzeiten gibt es?

Die maximale Studienzeit gibt an, nach wieviel Semestern ein Studiengang endgültig erfolgreich abgeschlossen sein muss.

In unseren Bachelor-Studiengängen beträgt die maximale Studienzeit neun Semester. Wer sein Bachelor-Studium zum Ende des achten Fachsemesters nicht erfolgreich abgeschlossen hat, gilt als erstmalig durchgefallen und erhält ein weiteres (eben das neunte) Semester, um den Studiengang erfolgreich zu beenden. Gelingt dies nicht, so gilt man als endgültig durchgefallen und hatkeine Möglichkeit mehr, diesen Studiengang hier in Würzburg oder an einer anderen Hochschule noch einmal zu belegen.

Was bedeutet Regelstudienzeit?

Die Regelstudienzeit gibt an, in wieviel Semestern ein Studiengang absolviert werden kann (bei uns: Bachelor 6, Master 4, Lehramt an Gymnasien 9, Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen 7, Diplom 9).

Wie lange man tatsächlich studiert, hängt von einem selbst ab und wird nur durch die maximale Studienzeit nach oben begrenzt.

Was ist ein modularisierter Studiengang?

Das ist ein Studiengang, dessen Inhalte gruppiert und beschrieben werden. Eine inhaltlich zusammengehörige Einheit heißt Modul.

Bachelor- und Master-Studiengänge sind modularisiert, Lehramtsstudiengänge in Bayern ab dem Wintersemester 2010/2011 ebenfalls.

Wie wähle ich mein Anwendungsfach?

Diese Frage trifft nur die Bachelor-Studiengänge Mathematik und Computational Mathematics. Dort ist ein integriertes Anwendungsfach zu belegen.

In der Studienfachbeschreibung sind diese Anwendungsfächer im Wahlpflichtbereich zusammen mit ihren zugehörigen Modulen (ihrerseits gegliedert nach Pflicht- und Wahlpflichtbereichen) aufgelistet.

Prüfungsrechtlich gesehen wählt man sein Anwendungsfach nicht zu Studienbeginn (und hat deswegen auch keine schriftlichen Angaben hierzu zu machen). Vielmehr wird zu Studienende bei der Notenbildung nachgesehen, ob man in einem der in der Studienfachbeschreibung angegebenen Anwendungsfächer alle notwendigen Module belegt und genügend viele ECTS-Punkte gesammelt hat. Wenn ja, so wird dieses Fach als Anwendungsfach gerechnet. Hat man die Voraussetzungen für mehrere Fächer erfüllt (eine wohl eher theoretische Option), so wird das notenmäßig beste gerechnet.

De facto bedeutet dies, dass man zu Studienbeginn durchaus ein mehr als ein Anwendungsfach "hineinschnuppern" kann. Natürlich sollte man sich nicht verzetteln und dafür Sorge tragen, für ein Anwendungsfach auch wirklich alle benötigten Module zu absolvieren.

Wie berechnet sich meine Gesamtnote?

Grob gesagt berechnet sich die Gesamtnote in einem Bachelor- oder Master-Studiengang durch das nach ECTS-Punkten gewichtete Mittel der einzelnen Modulnoten.

Wer es genau wissen will, der lese in den Fachspezifischen Bestimmungen seines Studiengangs nach. Dort finden sich u.U. geringfügige Umgewichtungen, vor allem aber Regeln, welche Modulnoten überhaupt in die Berechung eingehen.

Laut Studienfachbeschreibungen sind die in einem Studiengang zu absolvierenden Module nämlich in Bereiche eingeteilt und es gibt Regeln, welche und wie viele Module aus jedem Bereich absolviert werden müssen. Wird ein Bereich "übererfüllt" so gehen z.B. nur die bestbenotetsten Module in diesem Bereich in die Notenbildung ein.

Was sind ECTS-Punkte?

ECTS steht für European Credit Transfer System. Die ursprüngliche Idee ist, die Leistungen von Studenten an Hochschulen des Europäischen Hochschulraumes vergleichbar und bei einem Wechsel von einer Hochschule zur anderen, auch grenzüberschreitend, anrechenbar zu machen.

Ein ECTS-Punkt stellt damit keine Note, sondern eine erbrachte (bzw. zu erbringende) Arbeitsleistung dar und kann mit 25-30 Arbeitsstunden gleichgesetzt werden. Manchmal wird auch von CP (Credit Points) oder LP (Leistungspunkten) gesprochen.

Für ein reguläres Studium werden pro Semester 30 ECTS-Punkte erwartet. Das entspricht 1800 Arbeitsstunden pro Jahr und damit einer 40-Stunden-Woche mit wenig Urlaub. 

Die in einem modularisierten Studiengang zu erwerbenden Inhalte werden in Module gruppiert. Für jedes Modul wird der Arbeitsaufwand in ECTS-Punkten angegeben und auf das Studienkonto gutgeschrieben, sofern man die zum Modul gehörigen Prüfungen bestanden hat.

Was ist eine Studienfachbeschreibung?

Die Studienfachbeschreibung gibt an, aus welchen Modulen sich ein Bachelor- oder Master-Studiengang zusammensetzt. Sie ist gegliedert in

  • Pflichtbereich
  • Wahlpflichtbereich
  • Schlüsselqualifikation (nur Bachelor)
  • Abschlussarbeit

Diese Bereiche sind meist noch weiter untergliedert. Bei uns gibt es die Studienfachbeschreibung auch online (siehe Quicknavigation rechts).

Fachspezifische Bestimmungen -- was ist das?

Die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung der Universität Würzburg wird für jeden Bachelor- oder Master-Studiengang durch Fachspezifische Bestimmungen ergänzt. Zusammen bilden sie die rechtliche Grundlage für das Studium.

Wichtige Anlagen zu den Fachspezifischen Bestimmungen sind das Modulhandbuch und die Studienfachbeschreibung.

Worin besteht die GOP (Grundlagen- und Orientierungsprüfung)?

Für einen Bachelor- oder Lehramtsstudiengang wird  im ersten Studienjahr meistens eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung (kurz GOP) verlangt. Die Anforderungen hängen vom Studiengang ab. Man lese in den Fachspezifischen Bestimmungen oder hier auf den Webseiten jeweils im Abschnitt "Studienorganisation" nach.

Neben der GOP können weitere Kontrollprüfungen erklärt werden. Das ist in der Mathematik nicht der Fall.

Was ist ein Modulhandbuch?

Jeder modularisierte Studiengang hat ein Modulhandbuch, dort sind alle Module (inhaltliche Teileinheiten), Teilmodule (prüfungstechnische Teile) und Lehrveranstaltungen (das, was man vor Ort miterlebt) des Studiengangs beschrieben. Der Schmöcker kann 500 Seiten umfassen und wird meist nicht an einem Stück gelesen;)

In der Mathematik gibt es das Modulhandbuch auch online (siehe Quicknavigation rechts).

Was sind Studienleistungen/Prüfungsvorleistungen?

Die Zulassung zu einer (Teil-)modulprüfung kann an Vorbedingungen, z.B. dem Lösen eines gewissen Anteils der Übungsaufgaben, Vorrechnen, ... abhängig gemacht werden. So etwas nennt man Studienleistungen oder Prüfungsvorleistungen.

Ob Studienleistungen verlangt werden können, ist in den Modulbeschreibungen angegeben. Dies kann auch von Version der für Sie gültigen Prüfungsordnung abhängen. Die Details werden vom Dozenten zu Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben.

Kann ich eine Klausur einfach so mitschreiben?

Nein. Eine Klausur ist eine (Teil-)modulprüfung und erfordert eine Anmeldung. In der Mathematik geschieht zu Vorlesungsbeginn zunächst die Übungsanmeldung. In der zweiten Semesterhälfte gibt es dann einen Anmeldezeitraum für die Prüfungsanmeldung über sb@home. Der genaue Anmeldezeitraum wird von den Dozenten und Dozentinnen bekanntgegeben. Außerdem müssen in der Regel Studienleistungen erbracht werden (z.B. Lösen von mindestens 40% der Übungsaufgaben und/oder Vorrechnen), um an der Klausur teilnehmen zu können. Details werden  zu Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben. Also:

  • zu Vorlesungsbeginn fristgerecht via SB@Home zur Veranstaltung anmelden,
  • während des Semesters fristgerecht zu den Prüfungen anmelden und
  • während des Semesters die geforderten Studienleistungen erbringen.
Kann ich eine (Teilmodul-)Prüfung wiederholen?
  • Eine nicht bestandene beliebig oft (jedenfalls innerhalb der erlaubten Studienzeit). Einschränkungen gibt es bei den Mündlichen Prüfungen (Teilmodule Prüfung Analysis, Prüfung Lineare Algebra, ...): hier ist pro Semester nur eine Wiederholung und diese frühestens nach zwei Wochen möglich.
  • Eine bestandene Teilmodulprüfung kann nicht mehr wiederholt werden. Eine Notenverbesserung ist also ausgeschlossen.

Fazit: Man nehme eine Prüfung ernst.

Muss ich an einer Prüfung teilnehmen, zu der ich mich angemeldet habe?

Im Prinzip nein. In der Mathematik können nicht bestandene Prüfungen (innerhalb der erlaubten Studienzeit) beliebig oft wiederholt werden. Nicht-Erscheinen zählt als Nicht-Bestehen.

Die mündlichen Prüfungen in den Teilmodulen Prüfung Analysis, Prüfung Lineare Algebra, ... können allerdings pro Semester nur einmal und nur frühestens nach zwei Wochen wiederholt werden. Wenn Sie eine mündliche Prüfung nicht antreten wollen, sollten Sie dies auch dem Prüfer bzw. der Prüferin oder der Lehrstuhlsekretärin mitteilen.

Was passiert, wenn ich die Anmeldefrist versäumt habe?

Jede Prüfung erfordert eine Anmeldung. Darum ist es wichtig, sich fristgerecht via SB@Home zu den Prüfungen anzumelden.

Wer das versäumt, darf u.U. ein Semester oder Jahr warten...

Wie melde ich mich zu einer (Teilmodul-)prüfung an?

In der Mathematik gibt es zwei Typen von (Teil-)Modulen und damit zwei Möglichkeiten für die Prüfunganmeldung:

  • Teilmodule vom Typ Vorlesung+Übung, Seminar, Übung oder Praktikum. Hier erfolgt zunächst die Anmeldung zu den Übungen (bzw. zum Seminar, ...) zu Beginn der Vorlesungszeit elektronisch via sb@home. Die Prüfungsanmeldung erfolgt dann in der zweiten Semesterhälfte wiederum über sb@home. Der genaue Anmeldezeitraum wird rechtzeitig bekanntgegeben.
  • Bei Teilmodule vom Typ Mündliche Prüfung erfolgt die Anmeldung direkt bei dem/der gewünschten Prüfer oder Prüferin (bzw. deren Sekretärin). Dabei ist ein Anmeldeformular (Bachelorstudium, Masterstudium) auszufüllen und zu unterzeichnen. 
Wie belege ich ein Modul?

  Gar nicht (jedenfalls nicht direkt). Man erhält ein Modul automatisch für seinen Studiengang gutgeschrieben, wenn man alle zum Modul gehörigen Prüfungen bestanden hat. Zu den einzelnen (Teil-)modulprüfungen muss man sich anmelden.

Was ist ein Teilmodul?

An der Universität Würzburg werden inhaltlich zusammengehörige Lehrveranstaltungen nicht direkt in Module zusammengefasst, sondern zunächst aus prüfungstechnischen Gründen in Teilmodule gruppiert.

Während auf Modulebene inhaltliche Fragen geklärt werden, können auf
Teilmodulebene die Prüfungsmodalitäten flexibel definiert werden.

Im einfachsten Fall besteht ein Modul aus nur einem Teilmodul und wird mit einer einzigen Prüfung (z.B. einer Klausur) abgeprüft, die dann zur Modulnote führt.

Ein Modul kann aber auch aus mehreren Teilmodulen bestehen, so dass sich mehrere Prüfungsleistungen zu einer Gesamtnote ergänzen. Beispielsweise besteht das zweisemestrige Modul Analysis aus drei Teilmodulen: Analysis 1, Analysis 2 und Prüfung Analysis. Die beiden Teilmodule Analysis 1 und Analysis 2 werden jeweils unbenotet geprüft, d.h. man hat i.a. eine Klausur zu bestehen. Zum Teilmodul Prüfung Analysis ist nur zugelassen, wer eines dieser beiden Teilmodule bestanden hat. Die dort abzugegende mündliche Prüfung ist benotet und ergibt die Modulnote.

Details zur Prüfungsorganisation werden in der Teilmodulbeschreibung aufgelistet.

Category: Studium allgemein
Was ist ein Modul?

Ein Modul ist eine Lehreinheit, die fachlich sinnvoll aus ein bis mehreren Lehrveranstaltungen zusammengesetzt ist, die in ein, zwei oder drei Semestern absolviert werden können.

Aus prüfungstechnischen Gründen können die Lehrveranstaltungen eines Moduls in Teilmodule zusammengefasst werden. Ein Modul kann ein oder mehrere Teilmodule enthalten, die erfolgreich absolviert werden müssen (Pflicht) oder können (Wahlpflicht) um die ECTS-Punkte des Moduls auf das eigene Studienkonto gutgeschrieben zu bekommen.

Inhalte und Rahmenbedingungen werden in der Modulbeschreibung aufgelistet.

Kann ich mein Mathematikstudium im Sommersemester beginnen?
  • Für einen Master-Studiengang: ja
  • Für einen Bachelor-Studiengang oder einen Lehramtsstudiengang im Allgemeinen: nein. Für die Bachelor-Studiengänge Mathematik und Computational Mathematics ist dies allerdings seit dem Sommersemester 2010 auch möglich.
Wo bekomme ich BAföG-Bescheinigungen?

Der BAföG-Beauftragte für die Studiengänge in Mathematik ist Herr Professor Appell (Haus 30, 3. Stock, Zimmer 10). Er stellt alle erforderlichen Bescheinigungen über einen regulären Studienfortschritt aus.